Dienstag, 27. Juni 2017

Mary Kubica - Don't you cry - Falsche Tränen


Über das Buch
Titel: Mary Kubica
Autor: Don't you cry – Falsche Tränen
Sprache: deutsch
Seitenzahl: 384
Format: Kindle Edition
Verlag: HarperCollins
Erscheinungsdatum: 12. Juni 2017

Klappentext
Mitbewohnerin.
Freundin.
Mörderin?

Eines Nachts verschwindet die junge Studentin Esther Vaughan spurlos aus ihrem Appartement in Chicago. Ihre Mitbewohnerin Quinn findet nur einen mysteriösen Brief, der vor die Frage stellt, wie gut sie die vermeintlich brave Frau wirklich kennt. Als sie dann noch erfährt, dass schon längst per Anzeige nach einer Nachmieterin für ihr Zimmer gesucht wird, bekommt sie langsam Angst. Quinn beginnt zu recherchieren: Was ist eigentlich aus dem Mädchen geworden, das vorher mit Esther zusammengewohnt hat? Je mehr sie erfährt, desto mehr bringt Quinn sich in tödliche Gefahr.

Rezension
Der Klappentext hat mich sofort angesprochen, sodass ich froh war dieses eBook als Rezensionsexemplar bekommen zu haben.
Der Schreibstil der Autorin ist erfrischend leicht und gut verständlich. Ich hätte mir jedoch erhofft, dass sich die beiden Ich-Erzähler in dem Buch etwas voneinander unterscheiden. Obwohl es beide unterschiedliche Personen sind haben sie dieselben Ansichten und Gedanken. Dies macht die Geschichte ein bisschen eintönig, da man sich von unterschiedlichen Personen ein paar Unterschiede wünscht.
Die Charaktere sind allerdings authentisch beschrieben und wachsen einem mit der Zeit ans Herz, obwohl es an manchen Stellen etwas nervig ist, dass dieselben Informationen oft wiederholt werden. Aus meiner Sicht leider etwas unnötig, und es zieht die Geschichte an manchen Stellen unnötig in die Länge.
Die Geschichte ist fesselnd, obwohl sie nur unterschwellig an einen Thriller erinnert. In Anbetracht dieser Tatsache habe ich mir etwas mehr in Richtung Spannung erhofft, da mir zu manchen Zeitpunkten der „Kick“ gefehlt hat, den man beim lesen eines guten Thrillers spürt.

Fazit
Ein gutes Buch, jedoch würde ich es nicht als Thriller bezeichnen.

Montag, 26. Juni 2017

Daniel Cole - Ragdoll


Über das Buch
Titel: Ragdoll
Autor: Daniel Cole
Sprache: deutsch
Seitenzahl: 480 Seiten
Format: Broschiert
Verlag: Ullstein Taschenbuch
Erscheinungsdatum: 27. März 2017

Klappentext
Ein Killer versetzt die ganze Stadt in Angst. Dein Name steht auf seiner Liste. Mit dem Datum deines Todes. Dein letzter Tag ist nah. Und fliehen ist zwecklos.

Rezension
Der Klappentext, so kurz er auch gehalten ist, hat mich direkt dazu gebracht das Buch zu kaufen. Eigentlich beschränke ich mich bei Thrillern auf Sebastian Fitzek, aber ich musste einfach sehen ob Daniel Cole mich genauso überzeugen konnte. Und das hat er.
Nach seiner Suspendierung kehrt Detective William Oliver Layton-Fawkes wieder in den Dienst zurück. Nach einem Fall, der ihn bis an seine Grenzen getrieben hat, überrascht ihn dieser nun erneut. Es wird eine „Flickenpuppe“ gefunden, zusammengenäht aus sechs Körperteilen. Seine Exfrau erhält eine Liste mit Ankündigungen weiterer Morde, und Wolfs Name ist einer davon. Und so sehr sich das Team auch bemüht, der Killer ist ihnen immer einen Schritt voraus.
Obwohl das Buch die Geschichte von verschiedenen Charakteren beschreibt, fällt es einem als Leser nicht schwer der Handlung zu folgen. Am Anfang ist es etwas kniffelig, aber sobald man die verschiedenen Protagonisten kennengelernt hat fällt es einem direkt viel leichter.
Auch der Schreibstil konnte mich überzeugen, der flüssig und gut verständlich ist. Gerade bei den Ermittlungen, die verwirrend verlaufen, fällt es einem leicht am Ball zu bleiben. Sie sind auch nur Laien gut beschrieben und sowohl die Gedankengänge als auch die Handlungen sind nachvollziehbar und realistisch.
Die Geschichte beginnt direkt fesselnd und spannend, und dies ändert sich im Verlauf des Buches auch nicht. Man ist mitgerissen, steckt in den Ermittlungen mit drin und versucht gemeinsam mit dem Team den Täter zu finden und die Zusammenhänge zu erkennen.

Fazit
Ein spannungsgeladenes Buch, das mich sofort mitreißen konnte. Ich freue mich auf Band 2!

Montagsfrage: Welche Highlights gab es bei euch in der 1. Jahreshälfte?

Hallo ihr Lieben, es ist wieder Zeit für die heutige Montagsfrage :)


Die Frage lautet: Welche Highlights gab es bei euch in der 1. Jahreshälfte?

Das ist eine interessante Frage. Ehrlich gesagt musste ich erstmal kurz sortieren welche Bücher ich dieses Jahr bisher gelesen habe.
Zu meinen Highlights bisher gehört auf jeden Fall die "Again"-Reihe von Mona Kasten. Begin Again, Trust Again und Feel Again. Tolle, mitreißende Bücher, die ich wirklich jedem empfehlen kann.

Außerdem hat mich die "Paper"-Reihe von Erin Watt total mitgerissen und süchtig gemacht! Paper Princess, Paper Prince und Paper Palace. Ich liebe Ella und die Royals haben es mir total angetan, und ich habe die Bücher regelrecht verschlungen.

"Someone like you" von Sarah Dessen gehört definitiv auch zu meinen bisherigen Highlights. Dies war mein erstes, aber bestimmt nicht mein letztes Buch von ihr.


Ich finde es immer super interessant zu hören welche Lesehighlights es bisher bei euch gab, also schießt mal los und erzählt :)

Dienstag, 13. Juni 2017

Krystyna Kuhn - Monday Club: Das erste Opfer


Über das Buch
Titel: Monday Club – Das erste Opfer
Autor: Krystyna Kuhn
Sprache: deutsch
Seitenzahl: 384 Seiten
Format: Hardcover
Verlag: Oetinger
Erscheinungsdatum: 17. Juli 2015

Klappentext
Kann ein Mensch zwei Mal sterben? Ein perfides Spiel um Wahn und Wahrheit! Die sechzehnjährige Faye Mason leidet seit früher Kindheit unter idiopathischer Insomnie, einer seltenen Schlafkrankheit. Die schlaflosen Nächte hinterlassen Spuren: Oft kann sie Wirklichkeit und Fantasie nicht unterscheiden. Da geschieht etwas Entsetzliches: Fayes beste Freundin Amy kommt bei einem Autounfall ums Leben. Doch wenig später begegnet sie der totgeglaubten Amy auf der Straße. Halluziniert sie? Oder ist Amy noch am Leben? Faye sollte besser nicht zu viele Fragen stellen, auch nicht zum Monday Club, in dem alle wichtigen Leute der Stadt Mitglied sind.

Rezension
Bisher konnte ich mit Mysterieromanen nicht viel anfangen, jedoch habe war ich durch den Klappentext neugierig und habe Krystyna Kuhn eine Chance gegeben – die ich nicht bereut habe!
Die Protagonisten der Geschichte sind authentisch und gut ausgearbeitet, sodass (die meisten) einem direkt sympathisch sind. Ebenfalls gefallen hat mir der Schreibstil, der locker und leicht war, was das lesen zu einem Vergnügen gemacht hat. Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich die Geschichte manchmal als sehr langatmig empfunden habe. Einige Stellen, die man deutlich spannender hätte darstellen können, wirkten manchmal gar langweilig. Bei anderen Stellen war die Spannung dann aber wieder da und hat einen auch nicht mehr losgelassen. Auch die Geschichte, in der Faye sich fragt was aus der Stadt geworden ist in der sie sich seit jeher behütet, dazugehörig und beschützt gefühlt hat, finde ich sehr gut. Nachdem ich den ersten Teil beendet hatte fiel es mir wirklich schwer, nicht direkt den zweiten Teil zu bestellen.

Fazit
Macht Lust auf den zweiten Teil!

Montag, 12. Juni 2017

Montagsfrage: Gibt es ein Buch, das du schon so oft gelesen hast, dass du nicht mehr weißt wie oft genau?

Huhu ihr Lieben :)
Nachdem es auf meinem Blog ja etwas ruhiger geworden ist und ich hauptsächlich nur noch Rezensionen hochlade, habe ich mich jetzt dazu entschlossen bei den Montagsfragen mitzumachen.


Seitdem ich meinen Blog habe kommt es eher selten vor, dass ich Bücher re-reade, aber es gibt doch ein paar die ich schon seeehr oft gelesen habe.
Zum einen ist da "Marley & ich" von John Grogan. Ich liebe einfach die Geschichte von Marley und seiner Familie und habe sie früher unzählige Male regelrecht verschlungen.
Dann sind da noch die vier "Eragon"-Bände von Christopher Paolini und "Immer wieder samstags" von Don Both *_* obwohl ich alle Teile der Reihe liebe, ist der erste trotzdem mein absoluter Lieblingsteil! Tristan und Mia sind einfach zum verlieben :)

Mittwoch, 7. Juni 2017

Mona Kasten - Feel again


Über das Buch
Titel: Feel again
Autor: Mona Kasten
Sprache: deutsch
Seitenzahl: 480 Seiten
Format: Kindle Edition
Verlag: LYX
Erscheinungsdatum: 26. Mai 2017

Klappentext
Er sollte nur ein Projekt sein - doch ihr Herz hat andere Pläne.
Sawyer Dixon ist jung, tough - und eine Außenseiterin. Seit dem Tod ihrer Eltern lässt sie niemanden an sich heran. Das ändert sich, als sie Isaac Grant kennenlernt. Mit seiner Nerd-Brille und den seltsamen Klamotten ist er eigentlich das genaue Gegenteil von Sawyers üblichem Beuteschema. Doch als Isaac, der es satthat, single zu sein, sie um Hilfe bittet, schließen die beiden einen Deal: Sawyer macht aus Isaac einen Bad Boy und darf dafür seine Entwicklung als Fotoprojekt für ihr Studium festhalten. Aber Sawyer hat nicht mit den intensiven Gefühlen gerechnet, die zwischen ihr und Isaac hochkochen.

Rezension
Nach den beiden Vorgängern musste ich unbedingt den dritten Band der Reihe lesen, vor allem da Sawyer mich in den vorherigen Büchern schon unglaublich neugierig gemacht hat. Das Cover passt perfekt zu Vorgängern und ist wieder mal unglaublich schön. Auch der Schreibstil ist ist flüssig und leicht, sodass die Seiten nur so dahinfliegen. Besonders die einfühlsame Art, wie die Autorin die Gefühle der Protagonisten beschreibt geht einem geradezu unter die Haut. Man spürt als Leser deutlich die Leidenschaft, mit der die Geschichte geschrieben wurde.
Obwohl mir bereits „begin again“ und „trust again“ unglaublich gut gefallen haben, ist „feel again“ mein Lieblingsteil. Sawyer und Isaac, die Hauptcharaktere dieser Geschichte, haben mich total fasziniert. Sie sind authentisch, liebenswert (wenn auch vielleicht nicht direkt auf den ersten Blick) und unglaublich sympathisch. Besonders die Entwicklung der beiden ist in diesem Band klar und gut zu verfolgen. Die gefühlskalte Sawyer, die in ihrem Leben schon so viel mitmachen muss, lernt langsam aber sicher, dass sie auch anderen Menschen vertrauen kann. Und Isaac, der zauberhafte Ranch-Junge, der so viel zu geben hat und trotzdem unglaublich schüchtern ist.
Die Geschichte der beiden ist mitreißend und eine wahre Achterbahnfahrt der Gefühle. Die Gedankengänge und Handlungen der Protagonisten sind nachvollziehbar, was ich sehr wichtig finde. Sawyer und Isaac haben sich sofort in mein Herz geschlichen, und ich habe mit ihnen gelitten, gelacht und geliebt. Aber auch die Charaktere aus den anderen beiden Teilen tauchen immer wieder in der Geschichte auf, was mir mit Blick auf die komplette Reihe gut gefällt. Schließlich gehören sie ja alle irgendwie zusammen. Außerdem bildet die Geschichte von Sawyer einen runden Abschluss, da man sich schon in den anderen Bänden immer wieder gefragt hat, warum sie so ist wie sie ist. Auf diese Frage gibt es in diesem Buch endlich eine Antwort.
Obwohl es nicht immer mitreißende Dramen gibt wurde das Buch nie langweilig oder ermüdend. Manchmal ist weniger eben mehr, und genau diesen Balanceakt hat Mona Kasten wunderbar hinbekommen. Bei manchen Büchern gibt es auf jeder dritten Seite ein riesen Drama, ohne das die Geschichte langweilig werden würde, aber hier war das definitiv nicht nötig. Auch die Handlungen sind gut strukturiert und nachvollziehbar, sodass es zu keinen Verwirrungen kommen kann.

Fazit
Absolute Leseempfehlung! Sawyers und Isaacs Geschichte reißt einen einfach mit!

Freitag, 2. Juni 2017

Paige Toon - Das unglaubliche Leben der Jessie Jefferson

 

Über das Buch
Titel: Das unglaubliche Leben der Jessie Jefferson
Autor: Paige Toon
Sprache: deutsch
Seitenzahl: 304 Seiten
Format: Kindle Edition
Verlag: HarperCollins
Erscheinungsdatum: 08. Mai 2017

Klappentext
Willkommen in der Welt der Stars und Sternchen! Inzwischen ist Hollywood ihr Zuhause. Jetzt tritt Jessie Jefferson selbst ins Rampenlicht und kann erste Erfolge als Sängerin mit ihrer Band feiern. Ihr Leben scheint perfekt – bis auf die Tatsache, dass sie ihre Beziehung mit dem heißen Gitarristen Jack geheim halten muss. Spielt Jack vielleicht nur mit ihr? Der Besuch ihres Exfreundes aus England lässt Zweifel in Jessie aufkommen: Ist dieses glamouröses Leben wirklich das, was sie will?

Rezension
Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich gerade erst gelesen habe, dass es mehrere Bücher über Jessie Jefferson gibt. Ich bin natürlich davon ausgegangen dies wäre der erste und einzige Roman mit ihr als Protagonistin. Aber nun gut, besser spät als nie erfahren.
Der Klappentext klingt ziemlich spannend und hat mich neugierig gemacht. In dem Buch geht es um Jessie Jefferson, der Tochter des berühmten Johnny Jefferson. Nun versucht sie mit ihrer Band selbst etwas auf die Beine zu stellen – und wir dürfen sie als Leser dabei begleiten.
Der Schreibstil ist sehr flüssig und hat einen jugendlichen Touch, leider ist er an manchen Stellen ziemlich eintönig.
Obwohl die Story an sich sehr gut klingt, konnte sie mich leider nicht wirklich mitreißen. Dadurch, dass ich bis eben nicht wusste, dass es weitere Teile gibt, ist es trotzdem gut verständlich. Lediglich an der ein oder anderen Stellen fehlen einem ein paar Hintergrundinfos. Allerdings habe ich mir etwas mehr Spannung erhofft. Die Geschichte ist recht langweilig, und das obwohl es eigentlich genug Stoff für Spannung gäbe. Dies mag vielleicht auch an dem Schreibstil liegen, der in spannenden Situationen nicht wirklich die mitreißen könnte und die Szenen dadurch nicht wirklich spannend rüberkamen.

Fazit
Um einen überragenden Roman handelt es sich hierbei nicht, aber ein gutes Buch für zwischendurch!

Montag, 29. Mai 2017

Sarah Dessen - Anything for Love

 

Über das Buch
Titel: Anything for love
Autor: Sarah Dessen
Sprache: deutsch
Seitenzahl: 464 Seiten
Format: Taschenbuch
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum: 05. Mai 2017

Klappentext
Dass Sydneys Leben auf den Kopf gestellt wird, nur weil sie eine Pizzeria betritt, hätte sie nicht für möglich gehalten. Doch so, wie es im Moment läuft, kann ihr Leben einige Änderungen gut gebrauchen. Ihr Grundgefühl: unsichtbar. Denn zu Hause dreht sich alles nur um ihren Bruder, weil er betrunken einen Jungen angefahren hat und nun im Gefängnis sitzt. Dass ihre Mutter seine Schuld an dem Unfall ignoriert, macht die Sache nicht leichter für Sydney. Bis sie in der Seaside Pizzeria Mac und Layla kennenlernt, deren Familie so ganz anders ist als ihre: chaotisch und warm, laut und liebenswert. Unvoreingenommen wird Sydney willkommen geheißen. Und wenn Mac sie ansieht, fühlt sie sich alles andere als unsichtbar …

Rezension
Nachdem mir die Bücher von Sarah Dessen nun schon mehrmals empfohlen wurden musste ich einfach mal selbst testen, ob ihre Bücher wirklich so toll sind.
Der Klappentext hat mich direkt neugierig gemacht, und auch das Cover ist sehr schön gestaltet.
Der Schreibstil der Autorin ist einfach toll. Flüssig, gut verständlich und mit jugendlicher Frische. Obwohl es hauptsächlich um ernste Themen geht wird die Geschichte durch Humor an den richtigen Stellen deutlich aufgelockert.
Obwohl die Bücher wahrscheinlich an Jugendliche gerichtet sein sollen kann ich mir sehr gut vorstellen das sie auch älteren Generationen zugesagt. Auch die Themen, die sie wählt, sprechen einen an. Besonders Jugendliche können sich wahrscheinlich sehr gut mit den Protagonisten und ihren Problemen identifizieren. Die Themen Familie, Freundschaft und Liebe sind gut gewählt und gut miteinander verbunden. Auch die komplizierte Beziehung in diesem Fall zwischen Sydney und ihren Eltern ist nachvollziehbar, und ich bin mir sicher, dass sich viele junge Menschen diese Probleme wenigstens im Ansatz kennen, obwohl es wahrscheinlich nicht allzu oft vorkommt das der Bruder, wie Peyton, im Gefängnis sitzt.
Die Geschichte ist wunderbar beschrieben, und auch wenn ich am Anfang an etwas Schwierigkeiten hatte hinein zu finden, habe ich mir direkt nach beenden ein weiteres Buch von ihr als eBook runtergeladen. Es ist einfach von allem etwas dabei – Schmerz, Freude, Liebe, Familie, Freundschaft, Hoffnung, Mut, Humor. Für jeden etwas dabei.

Fazit
Absolut empfehlenswert!

Amy Gentry - Good as Gone


Über das Buch
Titel: Good as Gone
Autor: Amy Gentry
Sprache: deutsch
Seitenzahl: 320 Seiten
Format: Broschiert
Verlag: C. Bertelsmann Verlag
Erscheinungsdatum: 27. Februar 2017

Klappentext
Tom und Anna haben das Schlimmste erlebt, was sich Eltern vorstellen können: Ihre 13-jährige Tochter Julie wurde entführt, alle Suchaktionen waren vergebens, die Polizei hat den Fall längst zu den Akten gelegt. Acht Jahre später taucht plötzlich eine junge Frau auf und behauptet, die vermisste Tochter zu sein. Die Familie kann ihr Glück kaum fassen. Doch schon bald spüren alle, dass die Geschichte der Verschwundenen nicht aufgeht. Anna hegt einen furchtbaren Verdacht. Sie macht sich auf die Suche nach der Wahrheit über die junge Frau, von der sie inständig hofft, dass es ihre Tochter ist, die ihr gleichzeitig aber auch fremd erscheint und das gesamte Familiengefüge gefährlich ins Wanken bringt …

Rezension
Der Klappentext hat mich sofort neugierig gemacht, sodass ich es kaum erwarten konnte das Buch zu lesen.
Direkt ab der ersten Seite ist man gefesselt und stellt während der Geschichte immer wieder Vermutungen an, was mit Julie in den acht Jahren passiert ist. Nach ihrem Auftauchen ist die Geschichte authentisch und realistisch beschrieben, leider entwickelt sich die Story im Laufe der Zeit immer verwirrender.
Auch die Charaktere sind realitätsnah, und man bekommt als Leser einen guten Einblick in Gefühlswelten der Protagonisten. Wie fühlt man sich, wenn die eigene Tochter oder Schwester im Alter von gerade mal 13 Jahren entführt wird um dann acht Jahre später als völlig veränderte Person mit jeder Menge Geheimnissen wieder vor der Tür zu stehen? Dies übermittelt die Autorin sehr gut.
Leider verfliegt die anfängliche Spannung, die einen mitreißt, recht schnell. Danach gibt es zwar noch einige spannungsgeladene Stellen, die aber selten vorkommen und recht kurz sind. An vielen Stellen kommt einem die Geschichte einfach sehr langatmig vor.

Fazit
Eine Geschichte mit einem spannenden Anfang und einem langatmigen Verlauf. Das gegebene Potenzial wurde leider nicht voll genutzt.

Donnerstag, 11. Mai 2017

Rebecca Wild - All die süßen Lügen


Über das Buch
Titel: All die süßen Lügen
Autor: Rebecca Wild
Sprache: deutsch
Seitenzahl: 276 Seiten
Format: ebook
Verlag: Impress
Erscheinungsdatum: 04. Mai 2017

Klappentext
Als Jaclin an ihrem achtzehnten Geburtstag nach Serena Hills zurückkehrt, hat sie nur eins im Sinn: ihren Vater zu rächen, der seit zehn Jahren im Gefängnis sitzt. Doch dann trifft sie Ian wieder, den süßen Nerd aus ihrer Kindheit, bei dem sie früher Schutz vor ihrem gewalttätigen Pflegevater gesucht hat. Mit seinem Charme und seinem Witz beginnt er ihr den Kopf zu verdrehen, doch Jaclin wagt es nicht, sich in ihn zu verlieben. Denn damit ihre Rachepläne aufgehen, muss sie einen anderen verführen…

Rezension
Die Geschichte ist spannend geschrieben, sodass man es kaum aus der Hand legen möchte und es dementsprechend auch nicht lange gedauert hat, bis ich es beendet habe.
Die Charaktere sind alle sehr authentisch und realistisch, besonders Jaclin hat einen faszinierenden Charakter. Nach außen hin lässt sie sich nie was anmerken, ist stark, selbstbewusst und weiß wie sie lügen muss. Aber je mehr die Geschichte ihren Lauf nimmt, desto mehr kann man hinter ihre harte Fassade schauen und ihre Verletzlichkeit erkennen. Das hat sie für mich nur sympathischer gemacht. Auch die Nebencharaktere waren mir (fast) alle sympathisch. Sie waren nicht perfekt, hatten ihre Ecken und Kanten, aber das macht bekanntlich ja nur liebenswerter.
Die Geschichte an sich war mal etwas anderes als das, was ich normalerweise lese. Dazu passen die Charaktere perfekt. Es war interessant die Geschichte und Gedanken von Jaclin mitzuerleben. Ihre Handlungen und Gedanken waren nachvollziehbar, was ich sehr wichtig finde. Leider war das Ende für mich etwas vorhersehbar, deshalb muss ich leider eine Eule Abzug geben. Allerdings fand ich die Geschichte, trotz der Vorhersehbarkeit am Ende, immer noch spannend und mitreißend.

Fazit
Ein tolles und spannendes Buch, leider zum Ende hin etwas vorhersehbar.

Freitag, 5. Mai 2017

Erin Watt - Paper Prince


Über das Buch
Titel: Paper Prince
Autor: Erin Watt
Sprache: deutsch
Seitenzahl: 368 Seiten
Format: Broschiert
Verlag: Piper Paperback
Erscheinungsdatum: 03. April 2017

Klappentext
Seit Ella Harper in die Villa der Royals gezogen ist, steht das Leben dort auf dem Kopf. Durch ihre aufrichtige, liebenswerte Art hat sie so manches Herz erobert – vor allem das von Reed. Zum ersten Mal seit dem Tod seiner Mutter kann der attraktivste der Royal-Söhne echte Gefühle zulassen. Doch wie groß seine Liebe ist, merkt er erst, als es zu spät ist: Nach einem Streit verschwindet Ella spurlos. Und er trägt die Schuld daran. Seine Brüder hassen ihn dafür, doch er hasst sich selbst am meisten. Wird er Ella finden? Und wenn ja, wird er ihr Herz zurückerobern können?

Rezension
Nach dem ziemlichen fiesen Cliffhanger am Ende des ersten Buches konnte ich es kaum erwarten mit dem zweiten zu beginnen.
Sehr gut gefallen hat mir, dass dieses Buch sowohl aus Ellas als auch aus Reeds Sicht erzählt wird. Dadurch fällt es einem als Leser leichter, hinter seine meist undurchdringliche Fassade zu schauen. Und auch seine Gedanken und Gefühle in Bezug auf Situationen im ersten Teil werden deutlicher.
Man konnte ebenfalls die Fortschritte erkennen, die alle Charaktere gemacht haben. Ella ist noch stärker als im ersten Teil, Reed hat eine komplette Wesensänderung durchgemacht und auch bei den anderen Royals sieht man nach und nach die Fortschritte und versteht ihre Beweggründe. Man spürt deutlich, wie wichtig Ella für die Royals ist und wie wichtig diese für sie sind.
Obwohl ich es schon erahnt habe hat mich der Cliffhanger am Ende wieder völlig aus der Bahn geworfen. Soooooo viele Fragen die beantwortet werden müssen! Ich hoffe sehr auf den dritten Teil, dass er mir Klarheit verschafft.

Fazit
Wie auch beim ersten Band: Eine ganz klare Leseempfehlung! Ich freue mich tierisch auf den dritten Band.

Dienstag, 2. Mai 2017

Sebastian Fitzek - AchtNacht

 
 

Über das Buch
Titel: AchtNacht
Autor: Sebastian Fitzek
Sprache: deutsch
Seitenzahl: 416 Seiten
Format: Broschiert
Verlag: Knaur TB
Erscheinungsdatum: 14. März 2017

Klappentext
Es ist der 8. 8., acht Uhr acht.
Sie haben 80 Millionen Feinde.
Werden Sie die AchtNacht überleben?

Stellen Sie sich vor, es gibt eine Todeslotterie.
Sie können den Namen eines verhassten Menschen in einen Lostopf werfen.
In der „AchtNacht“, am 8. 8. jedes Jahres, wird aus allen Vorschlägen ein Name gezogen.
Der Auserwählte ist eine AchtNacht lang geächtet, vogelfrei.
Jeder in Deutschland darf ihn straffrei töten - und wird mit einem Kopfgeld von zehn Millionen Euro belohnt.

Das ist kein Gedankenspiel. Sondern bitterer Ernst.
Es ist ein massenpsychologisches Experiment, das aus dem Ruder lief.
Und Ihr Name wurde gezogen!

Rezension
Nachdem ich den Klappentext gelesen habe und sofort an „The Purge“ erinnert wurde, musste ich mir den neuen Fitzek sofort holen. Da mich die Thematik von „The Purge“ schon überzeugen konnte war ich gespannt, wie Fitzek die Idee für sich umsetzen würde.
Und wieder einmal hat er mich nicht enttäuscht. Der Schreibstil ist, wie immer, von Anfang an packend und mitreißend, sodass man das Buch schon nach wenigen Seiten nicht mehr aus der Hand legen will. Was mir an seinen Büchern immer sehr gut gefällt, ist, dass sich die Spannung konstant das ganze Buch durch hält. Es ergeben sich immer neue Fragen, die sich jedoch nicht erst am Ende alle beantworten. Manche werden zwischendrin beantwortet, sodass man eine gewisse Befriedigung der Neugier verspürt, wobei sich kurz darauf einem wieder neue Fragen stellen. Dadurch wird es einfach nie langweilig. Außerdem gefiel mir sehr, dass dieses Buch nicht einfach ein Abklatsch von „The Pruge“ ist, sondern das Sebastian Fitzek sich durch den Film hat inspirieren lassen um dann etwas völlig Neues zu schaffen. Dies ist während des lesens deutlich spürbar, da der Autor wieder seine ganz eigene Note in eine doch bereits bekannte Thematik eingebracht hat.
Obwohl ich bereits so viele Bücher von Fitzek gelesen habe, schaffe ich es immer noch nicht seine Gedankengänge zu durchkreuzen. Nach jedem Buch denkt man sich: „Ich glaube ich kann seine Gedanken besser verstehen. Ich bin mir sicher, dass ich beim nächsten Buch direkt durchschauen wie alles zusammenhängt.“ Aber naja, was soll ich sagen? Gegen seine Genialität komme ich einfach nicht an.

Fazit
Wie immer sehr überzeugend.

Sonntag, 30. April 2017

Erin Watt - Paper Princess


Über das Buch
Titel: Paper Princess
Autor: Erin Watt
Sprache: deutsch
Seitenzahl: 384 Seiten
Format: Broschiert
Verlag: Piper Paperback
Erscheinungsdatum: 02. März 2017

Klappentext
Ellas Leben war bisher alles andere als leicht, und als ihre Mutter stirbt, muss sie sich auch noch ganz alleine durchschlagen. Bis ein Fremder auftaucht und behauptet, ihr Vormund zu sein: der Milliardär Callum Royal. Aus ihrem ärmlichen Leben kommt Ella in eine Welt voller Luxus. Doch bald merkt sie, dass mit dieser Familie etwas nicht stimmt. Callums fünf Söhne – einer schöner als der andere – verheimlichen etwas und behandeln Ella wie einen Eindringling. Und ausgerechnet der attraktivste von allen, Reed Royal, ist besonders gemein zu ihr. Trotzdem fühlt sie sich zu ihm hingezogen, denn es knistert gewaltig zwischen ihnen. Und Ella ist klar: Wenn sie ihre Zeit bei den Royals überleben will, muss sie ihre eigenen Regeln aufstellen …

Rezension
Zu Anfang war ich wirklich skeptisch, ob ich dieses Buch lesen möchte. Der Klappentext hat mich zwar neugierig gemacht, aber ich habe es oft genug erlebt das Bücher bis in den Himmel gelobt werden und mich dann sehr enttäuschen. Aber Gott sei Dank habe ich es doch getan!!
Den Anfang des Buches fande ich etwas schwierig, und es hat tatsächlich etwas gedauert bis ich in die Geschichte hineingefunden habe, aber dann gab es kein Halten mehr.
Die verschiedenen Charaktere, besonders die Royal-Brüder, haben es mir sofort angetan. Obwohl sie nach außen hin wie die größten Spinner rüberkommen schafft es die Autorin, dass man als Leser hinter die harte Fassade schauen kann und nach und nach alle lieb gewinnt. Auch Ella ist authentisch und ich habe großen Respekt vor ihr. Was sie in ihrem Leben bereits alles mitmachen musste und sich trotzdem nie hat unterkriegen lassen, ist inspirierend. Auch die Story von dem mittellosen Mädchen das auf fragwürde Weise ihren Lebensunterhalt verdient um sich dann plötzlich in einem wahren Palast als Royal wiederzufinden, gefiel mir sehr. Ellas Gefühlslage wurde mitreißend und verständlich beschrieben, sodass man die Achterbahnfahrt ihrer Gefühle am eigenen Leib miterlebt hat. Die Geschichte wird komplett aus Ellas Sicht beschrieben, obwohl ich mir manchmal gewünscht hätte ein bisschen in Reeds Kopf zu schauen. Die Gedankengänge und Handlungen waren zum größten Teil nachvollziehbar, was ich immer sehr wichtig finde. Außerdem ist die Geschichte unglaublich spannend beschrieben, sodass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen möchte.

Fazit
Absolute Leseempfehlung! Freue mich unglaublich auf den zweiten und dritten Teil.

Mittwoch, 19. April 2017

S.C. Stephens - Thoughtful - Du gehörst zu mir

 
 

Über das Buch
Titel: Thoughtful – Du gehörst zu mir
Autor: S.C. Stephens
Sprache: deutsch
Seitenzahl: 704 Seiten
Format: Broschiert
Verlag: Goldmann Verlag
Erscheinungsdatum: 16. November 2015

Klappentext
Kellan Kyles Leben ist die Bühne – nur durch Musik, seine Band und zahllose One-Night-Stands mit verliebten Groupies kann er seine düstere Vergangenheit vergessen. Bis zu dem Tag, da Kiera alles verändert. Sie berührt etwas in Kellan, das seine sorgsam errichteten Mauern bröckeln lässt. Doch sie ist mit seinem besten Freund zusammen, und Kellan weiß, er muss die Finger von ihr lassen. Und er weiß auch, dass die süße, smarte Kiera sich nie zu ihm hingezogen fühlen würde. Oder doch?

Rezension
Ich habe die ersten Teile der Reihe nicht gelesen und war direkt neugierig, als ich den Klappentext gelesen habe. Leider konnte das Buch meinen Erwartungen so gar nicht gerecht werden.
Das Thema des Buches – Ein Mann verliebt sich in das Mädchen seines besten Freundes – hat durchaus viel Potential, was hier leider nicht genutzt wurde. Obwohl ich Bücher mit dieser Thematik normalerweise verschlinge musste ich mich durch die Geschichte von Kellan und Kiera regelrecht durchkämpfen. Nicht nur, dass die Geschichte unnötig in die Länge gezogen wurde, es gibt auch etliche Wiederholungen und sehr langatmige Szenen.
Meine beiden größten Probleme, die ich mit dem Buch hatte, waren jedoch die Protagonisten Kellan und Kiera. Bis zum Ende bin ich nicht mit ihnen warm geworden und wurde zunehmend wütend auf die beiden. Während der gesamten Geschichte haben die beiden egoistisch und unüberlegt gehandelt. Besonders in Bezug auf Denny kann ich ihr Verhalten nicht verstehen. Auch die Blauäugigkeit, mit der die beiden handeln, hat mich rasend gemacht. Sie haben all die Dinge, mit denen sie Denny wehtun konnten, erbarmungslos runtergespielt und kamen mir daher sehr realitätsfern vor. Auch das ewige Hin und Her der beiden hat mich sehr genervt, da es dadurch etliche Wiederholungen gab und die beiden trotzdem nichts aus ihren Fehlern gelernt haben. Im ersten Moment wurde etwas gesagt, aber da beide Protagonisten sehr charakterschwach sind wurde im nächsten Moment das genaue Gegenteil getan. Moral, Anstand, Respekt und Freundschaft scheinen für beide Fremdwörter zu sein. Kiere setzt keine Grenzen und Entscheidungen zu treffen scheint für sie unmöglich zu sein. Und obwohl Kellan Denny soviel zu verdanken hat hintergeht er ihn auf die gemeinste Art überhaupt und macht sich hemmungslos an seine Freundin ran.
Was dieses Buch mal wieder deutlich macht ist, dass sexuelle Anziehung in der heutigen Zeit wichtiger ist als eine bodenständige Beziehung voller Liebe und Respekt. Es fiel mir auch schwer die tiefen Gefühle, die es anscheinend zwischen Kellan und Kiera geben sollte, zu verstehen, da sich ihre „Beziehung/Freundschaft“ innerhalb des Buches auf körperliche Anziehung beschränkt. Schade, dass es eine weitere Geschichte gibt die zeigt wie die heutige Jugend so tickt.
Wenn es nicht gegen meine Prinzipien ginge ein Buch abzubrechen hätte ich es bei diesem schon längst getan. Auch die 704 Seiten sind nicht gerechtfertigt, da man die Geschichte ohne die ganzen Wiederholungen deutlich hätte kürzen können.

Fazit
Langatmige, sich wiederholende Geschichte mit unsympathischen Charakteren.

Samstag, 15. April 2017

Jennifer Niven - All die verdammt perfekten Tage

 
 

Über das Buch
Titel: All die verdammt perfekten Tage
Autor: Jennifer Niven
Sprache: deutsch
Seitenzahl: 400 Seiten
Format: Broschiert
Verlag: Limes Verlag
Erscheinungsdatum: 28. Dezember 2015

Klappentext
Ein Mädchen lernt zu leben - von einem Jungen, der sterben will

Ist heute ein guter Tag zum Sterben?, fragt sich Finch, sechs Stockwerke über dem Abgrund auf einem Glockenturm, als er plötzlich bemerkt, dass er nicht allein ist. Neben ihm steht Violet, die offenbar über dasselbe nachdenkt wie er. Von da an beginnt für die beiden eine Reise, auf der sie wunderschöne wie traurige Dinge erleben und großartige sowie kleine Augenblicke – das Leben eben. So passiert es auch, dass Finch bei Violet er selbst sein kann – ein verwegener, witziger und lebenslustiger Typ, nicht der Freak, für den alle ihn halten. Und es ist Finch, der Violet dazu bringt, jeden einzelnen Moment zu genießen. Aber während Violet anfängt, das Leben wieder für sich zu entdecken, beginnt Finchs Welt allmählich zu schwinden…

Rezension
Dieses Buch stand schon länger auf meiner Wunschliste, und als eine liebe Freundin es mir dann zum Geburtstag geschenkt hat habe ich mich sehr darauf gefreut es zu lesen.
Die Autorin erzählt die Geschichte zweier Jugendlicher, deren Leben nicht unterschiedlicher hätte sein können. Durch einen Zufall (oder Schicksal?) beginnt die Geschichte von Violet und Finch, die mich nicht mehr losgelassen hat. Jennifer Niven hat unglaubliches Talent darin eine bittersüße und tief bewegende Geschichte zu schreiben. Als Leser war es wunderbar Finch und Violet auf ihren gemeinsamen Reisen und Wanderungen zu begleiten. Beide sind so unglaublich tiefsinnige und sympathische Charaktere, die sich mit ihren gegensätzlichen Charakteren jedoch perfekt ergänzen. Jedoch hängt über der gesamten Geschichte ein düsterer Schleier, der einen beim lesen immerzu traurig stimmt. Selbst die Liebe der beiden, die sich langsam entwickelt und doch an sich ganz wundervoll ist, ist getrübt von der traurigen Atmosphäre, die sich durch das gesamte Buch zieht. Ich glaube, dass es von der Autorin so gewollt ist, worauf ich aber nicht näher eingehen möchte um potenziellen Lesern nichts vorwegzunehmen ;). Allerdings fand ich diese traurige Atmosphäre sehr bedrückend, da ich mich nicht aus vollem Herzen für die beiden freuen und ihr Glück freuen konnte. Die Autorin versucht außerdem dem Leser die Gedankengänge von Suizidgefährdeten Personen näher zu bringen, was jedoch nicht so recht gelingen konnte. Allerdings glaube ich, dass niemand es geschafft hätte die Gedankengänge solcher Personen einem Menschen näherzubringen, der solche Gedanken und Gefühle nie hatte. Aus diesem Grund fiel es mir auch etwas schwer die Gedanken der beiden, insbesondere die von Finch, nachzuvollziehen. Jedoch muss ich sagen, dass dieses Buch den Leser dazu anregt sich in eine Person hineinzuversetzen, die Depressionen und Selbstmordgedanken hat. Leider ist dieses Thema bis heute eher tabu und wird unter den Tisch gekehrt. Niemand versucht wirklich sich in die betroffenen Personen hineinzuversetzen oder sie gar zu verstehen. Mit diesem Buch schafft Jennifer Niven es auf jeden Fall, dass man sich mit dem Thema intensiv auseinandersetzt und versucht sich in betroffene Personen hineinzuversetzen.
Das ganze Buch war eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Ich kann gar nicht genau sagen welche Gefühle ich während des Lesens hatte. Bei dem Ende war es dann jedoch soweit, dass ich wirklich überlegt habe das Buch abzubrechen. Ich möchte nicht vorwegnehmen, aber dies ist mir wirklich selten passiert. Die Geschichte hat mich, gerade zum Ende hin, so mitgenommen, dass ich die Wendung nicht akzeptieren wollte oder konnte. Allerdings habe ich die Zähne zusammengebissen, die Autorin verflucht und weitergelesen. Und ich bin froh, dass ich es getan habe. Dieses Buch zeigt einem, was im Leben wirklich zählt. Gerade das unerwartete Ende zeigt einem, dass nicht alles so läuft wie man es sich denkt oder wünscht. Man kann den Menschen eben nur vor den Kopf schauen...

Fazit
Bittersüß und tief bewegend.

Montag, 3. April 2017

Brittainy C. Cherry - Verliebt in Mr. Daniels


Über das Buch
Titel: Verliebt in Mr. Daniels
Autor: Brittainy C. Cherry
Sprache: deutsch
Seitenzahl: 384 Seiten
Format: Taschenbuch
Verlag: Lyx
Erscheinungsdatum: 04. Mai 2016

Klappentext
Unsere Liebe verboten zu nennen ist einfach. Einfacher, als zu erkennen, dass wir vom ersten Moment an Seelenverwandte waren. Ich denke, wir sind beides: verbotene Seelenverwandte. Ich hatte nicht vor, mich in ihn zu verlieben, als ich nach Wisconsin kam. Ich hatte weder geplant, in Joes Bar zu stolpern, noch mich Hals über Kopf in Daniels Musik zu verlieren. Ich hatte ja keine Ahnung, dass allein seine Stimme all meine Sorgen wenigstens für einen kurzen Moment vertreiben könnte. Ich wusste nicht, dass sich so das Glück anfühlt. Unsere Liebe war mehr als nur Leidenschaft. Es ging um Familie. Um Verlust. Um das Gefühl, wieder lebendig zu sein. Unsere Liebe war verrückt und schmerzhaft. Sie bestand aus Lachen und Weinen. Sie war wie wir. Und allein deshalb werde ich es niemals bereuen, dass ich mich in meinen Lehrer Mr Daniels verliebt habe!

Rezension
Auf Empfehlung einer lieben Freundin habe ich dieses Buch gelesen und es nicht bereut.
Die Autorin hat einen wunderbar ergreifenden Schreibstil, mit dem sie einen mitten ins Herz trifft. Auf jeder Seite ist die Leidenschaft und die Magie der Liebe spürbar, und man schwebt wie auf Wolken durch die Geschichte. Eine wunderbare Geschichte über eine Liebe, die nicht sein darf, und die Hindernisse und Tiefschläge, die das Leben für jeden von uns bereithält. Ich habe selten ein Buch gelesen, dass so viele tiefe Gefühle beherbergte wie dieses.
Ebenfalls sehr gut gefallen haben mir die unglaublich vielschichtigen und durchaus authentischen Charaktere und Nebencharaktere. Man spürt, wie viel Mühe und Leidenschaft die Autorin in jeden einzelnen Charakter und deren Schicksal gesteckt hat.
Außerdem ist das Buch unheimlich berührend und regt einen wirklich zum Nachdenken an. Was ist der Sinn des Lebens? Wer bin ich und wer möchte ich sein? Dieses Buch erinnert einen daran, wie wertvoll das Leben ist und wie schnell es vorbei sein kann. Und wie wichtig es ist jede Sekunde mit den richtigen Menschen an seiner Seite zu genießen. Das Leid jedes Charakters ist spürbar, und als Leser bleibt einem gar nichts anderes übrig als mit ihnen zu leiden. Aber obwohl es viel Trauer und Leid in dieser Geschichte gibt, handelt sie doch ebenso von Hoffnung, Mut, Stärke und Liebe. Ein wunderbarer Ausgleich wie ich finde.
Leider gab es jedoch zwei kleine Punkte, die mich etwas gestört haben. Zum einen fand ich es etwas übertrieben, dass sofort von der großen, alles umfassenden Liebe zwischen Ashlyn und Mr. Daniels die Rede war, obwohl die beiden kaum Zeit miteinander verbracht oder miteinander geredet haben. Leider empfinde ich das bei vielen Büchern als nicht ganz nachvollziehbar, so auch bei diesem. Natürlich wünscht sich jeder Mensch, dass er seinem Seelenverwandten begegnet und vom ersten Augenblick an weiß, dass es die Liebe seines Lebens ist, aber das ist doch in der Realität eher unwahrscheinlich. Der zweite Punkt ist, dass die Geschichte leider etwas vorhersehbar war, was ihm etwas die Spannung genommen hat.

Fazit
Ein tiefsinniger, poetischer und ergreifender Roman.